Geschichte von Kiel Teil 1

Wenn man als Besucher nach Kiel kommt, sieht man nicht sofort, dass die Stadt trotz ihres modernen Aussehens wirklich sehr alt ist. Graf Adolf IV. von Schauenburg wollte sein Gut in Holstein stabilisieren und gründete die Städte Oldenburg (1233), Plön (1236), Itzehoe (1238), Oldeslohe (1238), Kiel (1242) und Neustadt (1244).

Für den Bau der Stadt Kiel entschied er sich für eine dünn besiedelte Sandinsel am südwestlichen Ufer des Hofes, da der natürliche Zugang zum Hof der ideale Ort für einen tiefen Hafen war. Die Kirche von Nicolai wurde auf dem Marktplatz gegründet, von wo aus sich die Straßen in rechte Winkel verzweigen. Ein ummauerter Zaun mit drei Toren und einer Burg auf der Nordseite der Insel schützt die Städte. Ein weiteres altes Gebäude wie die Stadt ist das Franziskanerkloster in der Nähe des Alten Marktes, wo Graf Adolf ab 1246 als Mönch lebte. Im Jahre 1242 erhielt Kiel den Status einer Stadt und der älteste Sohn Adolfs, Graf Johann I. Kiel, wurde 1242 zur Stadt erklärt. In diesem Dokument wurde die Stadt zum ersten Mal „Holstencity“ genannt, aber der Name wurde nicht wirklich akzeptiert und in der Alltagssprache „Kil“ wegen seiner keilförmigen Form (deutsch: keilförmig) Festigkeit genannt.

1284 trat Kiel 1284 der Hanse bei, die damals nicht nur ein kommerzielles, sondern auch ein militärisches Bündnis war. Neben Läbeck und Hamburg beteiligten sich auch Wismar, Rostock, Stralsund, Greifswald, Demmin, Anklam und Stettin an diesem Pakt. Als Mitglied der Hanse entwickelte Kiel ein eigenes Rechtssystem (1318), Münzwesen (1318) und erste Schulen (ab 1320). Der Anteil des Geldes an Münzen und die Entschädigung für Kriegsverluste sowie der Verlust von Gütern durch Stürme und Schiffbrüche wurden in den Hansestädten oft diskutiert. Kiel verließ die Hanse im 16. Jahrhundert, aber das Datum ist ungewiss und der Grund ist unklar.

Da im Mittelalter noch keine Banken gegründet worden waren, wurde der Zahlungsverkehr über den Kieler Umschlag abgewickelt, das erste Fachforum, das 1482 erwähnt wurde. Der Kieler Umschlag war ein ständiger Treffpunkt des Adels für Hochzeiten und Firmen. Das Treffen, auf dem Gipfel des Kirchturms von Nicolai, schuf eine Flagge, die Handelsfreiheit, friedlichen Handel und Sicherheit für alle garantiert. Die Manipulation verlor ihre Bedeutung mit der Gründung der ersten Banken (Ahlmann begann 1852) und hörte 1900 auf. Doch seit 1975 wird der Kieler Umschlag wieder gefeiert, aber jetzt ist es ein Fest mit Musik- und Essensständen, historischen Kostümen, speziellem Brot und einer Hochzeit, der Umschlagshogshochzeit, für die sich alle Ehegatten anmelden können.

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